Französischer IT-Dienstleister: Reibungslose Migration der IT-Infrastruktur auf Azure

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Standort:

Frankreich

Branchen:

Software und Hi-Tech

Mitarbeiter:

über 9,000

Über den Kunden:

Der Kunde von Infopulse ist ein großer multinationaler EU-Anbieter von digitalen B2B-Dienstleistungen mit über 40-jähriger Erfahrung auf dem Markt. Das Unternehmen ist in 20 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit über 9.000 Mitarbeiter.

Anforderung

Infopulse bietet dem Kunden das ganze Dienstleistungspaket an, nämlich verwaltete Cloud-, SAP- und CRM-Services, System- und Anwendungsentwicklung. Unsere Entwickler helfen auch dabei, .NET-Apps zu konvertieren, damit sie auf Azure laufen, und einige der geschäftskritischen Systeme und Anwendungen zu entwickeln, die in der Cloud gehostet werden (PaaS). Früher erbrachte Infopulse auch Dienstleistungen in dem internen IT-Betrieb für diesen Kunden.

2014 wandte sich unser Kunde an Infopulse mit der Anfrage zur Migration von veralteten Benutzer- und IT-Infrastrukturen in die Cloud, um eine Reihe von Geschäftszielen erreichen zu können:

  • Konsolidierung diverser Infrastrukturen. Aufgrund der schnellen Akquise kleinerer Unternehmen mussten deren Benutzerumgebungen und Infrastrukturen umfangreiche Nacharbeiten erfahren und vereinheitlicht werden. Infopulse musste die Benutzer von IBM Lotus und Exchange 2010 in ein modernes, kohärentes System übertragen.
  • Reduktion der Wartungskosten. Unser Kunde hat zahlreiche Rechenzentren in der EU. Einige von ihnen waren in einem ziemlich schlechten Zustand, während bei den anderen der Mietvertrag bald endete. Aufgrund der häufigen Ausfälle von alter Hardware wollte unser Kunde den Support von Hunderten von veralteten Servern nicht mehr fortsetzen und musste diese in die Cloud migrieren. Dies würde die Ausgaben für die Wartung und Aktualisierung von Servern senken und die Gesamtleistung verbessern.
  • Technologieprestige. Unser Kunde beliefert seine Kunden mit modernsten IT-Lösungen und steht an der Spitze der technologischen Innovationen. Der Umzug in die Cloud war daher absolut sinnvoll, um mit den neuesten Trends Schritt halten zu können.
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Lösung

Da Microsoft unserem Kunden die meisten internen Dienste und 95% der Server zur Verfügung stellte, wollte der Kunde innerhalb des Technologie-Stacks von Microsoft bleiben. Als langjähriger Partner von Microsoft arbeitet Infopulse in vielen Bereichen eng mit dem Redmonder Giganten zusammen. Im Laufe des Migrationsprojekts haben wir eine solide Unterstützung von Microsoft erhalten. Darüber hinaus hat Infopulses Erfahrung mit Microsoft-Technologien bei diesem Projekt aufgrund seines Umfangs und seiner Komplexität einen großen Vorteil dargestellt.

Das mehrschichtige Cloud-Migrationsprojekt umfasste folgende Phasen:

Phase I. Office 365 und Exchange-Online-Migration (SaaS).

Infopulse implementierte den Verbund zwischen dem lokalen Active Directory, dem Azure Active Directory und den Office-365-Diensten und erstellte eine hybride Exchange-Online-Infrastruktur. Wir konnten die Benutzerdaten (Postfächer) von den Legacy-Mailsystemen IBM Lotus und Exchange 2010 auf Office 365 übertragen. Aufgrund der zunehmenden Komplexität und individuellen Herangehensweise an jeden der sechstausend Benutzer dauerte das Migrationsprojekt über zwei Jahre lang.

Phase II. Harmonisierung der Netzwerkinfrastruktur.

Das Projekt der Servermigration erforderte solide Vorbereitungen von unserer Seite.

Als Erstes bereiteten wir die Migrationsumgebung vor, nämlich Azure Site Recovery (ASR) und eine Reihe von On-Premise-Servern zur Unterstützung der ASR-Migration.

Wir mussten die Migrationsdokumentation aufstellen und alle Migrationsschritte beschreiben, die Server dabei nach ihrer Rolle und Wichtigkeit sortieren und eng mit den Geschäftseigentümern aller Server zusammenarbeiten, um eine Entscheidung für jeden einzelnen Server zu treffen und im Endeffekt zu wissen, welche Server heruntergefahren, welche in die Azure-Cloud migriert oder so wie sie sind gelassen werden sollen.

In der Anfangsphase führten wir Bestandsaufnahmen und einige Tests durch. Danach konnten wir uns mit den Produktionsservern beschäftigen. Im Allgemeinen umfasst der Servermigrationsprozess folgende Schritte:

  • Das erste Replikat des lokalen Servers wird in Azure erstellt.
  • Das aktive Replikat funktioniert vor Ort, während alle Änderungen mit der Cloud synchronisiert werden.
  • Zu einem bestimmten Zeitpunkt initiieren wir den Failover des replizierten Servers, fahren den Quellserver herunter und aktivieren das Zielserverreplikat in Azure.

Eine der schwierigsten Herausforderungen war das Fehlen geeigneter Tools für die direkte Migration von veralteten physischen Servern in die Azure-Cloud (z. B. von Microsoft-Windows-2003-Servern). Deswegen mussten wir eine komplexe mehrstufige Migration solcher physischer Server umsetzen:

  • Zuerst mussten wir den Windows-2003-Server mit Hilfe des VMware-Tools in eine virtuelle VMware-Maschine konvertieren.
  • Danach haben wir ein Microsoft Tool, MVMC verwendet, um die virtuelle VMware-Maschine in eine Microsoft-Hyper-V-Maschine zu konvertieren.
  • Schließlich konnten wir die Hyper-V-Maschine in die Azure-Cloud migrieren.
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Abbildung 1: Integration zwischen Azure AD und On-Premises AD

Technologien

Azure Active Directory logo
Azure Active Directory
Azure Site Recovery logo
Azure Site Recovery
Microsoft Azure AD logo
Microsoft Azure AD
und viele weitere
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Abbildung 2: Migration von Rechenzentren in die Azure-Cloud

Ergebnis

Infopulse für den Kunden hat eine hybride Azure-Infrastruktur entwickelt, die die meisten Server und Dienste rund um Active Directory sowie Hunderte von geschäftskritischen Anwendungen umfasst. Einige der Dienste wie Active Directory, Hybrid Skype for Business und Hybrid Exchange werden weiterhin lokal verwaltet, während sich die meisten Dienste und Server bei Microsoft in der Cloud befinden. Mit Hilfe der ExpressRoute-Technologie wurde das lokale interne Netzwerk zu virtuellen Azure-Netzwerken erweitert.

Das IaaS-Datencenter-Migrationsprojekt bewirkte enorme Ressourceneinsparungen sowie eine verbesserte Gesamtleistung und -effizienz durch die Automatisierung von vielen manuellen Aufgaben. Unser Kunde konnte dadurch eines seiner älteren Rechenzentren mit über 300 Servern schließen.

Momentan werden die meisten neuen Server in der Cloud erstellt und gehostet, während alle verbleibenden lokalen Server schrittweise abgeschaltet werden.

Derzeit arbeitet Infopulse mit unserem Kunden an einem neuen Projekt zur Migration eines weiteren Rechenzentrums zusammen.

Zahlen & Fakten

500

aktive OneDrive-Benutzer pro Tag

1.500

SharePoint-Online-Seiten

200

aktive Webseiten pro Tag

1.000

aktive Yammer-Benutzer pro Tag

Andere Fakten

  • Übertragung von 6.000 aktiven Benutzern auf Office 365 und deren Konsolidierung auf einer modernen Cloud-Plattform;
  • Nutzung von Exchange Online seitens aller Benutzer als Teil ihrer täglichen Routine;
  • Vereinfachte Domänenverwaltung: 3 AD-Domänen statt 27;
  • Abbau der alten Nachrichtensysteme: 10 physische Exchange-2010-Server, 4 physische und 20 virtuelle Server für IBM Lotus 8.5;
  • Schließung eines Legacy-Datencenters: über 80 Server aus dem lokalen Rechenzentrum wurden in die Azure-Cloud migriert, über 200 weitere wurden entweder aussortiert oder in ein anderes Datencenter verschoben.

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